Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, vom Stadtjäger werden im Nürnberger Stadtgebiet kleine Wildtiere bejagt. Dieses geschieht mit einer unbeaufsichtigten „Lebend - Kleintierfalle“. Viele Tiere müssen, dadurch sinnlos leiden und finden oft den Tod dabei. So wurde zuletzt ein Fall vom 22.06.2006 aktenkundig, bei dem ein in einer Falle gefangenes Eichhörnchen lange leiden musste und letztendlich zu Tode kam. Nur weil vielleicht ein Marder die Gummiteile eines Autos angebissen hat, rechtfertigt das nicht gleich den Einsatz eines Stadtjägers. Ungewollte Beifänge die dabei qualvoll verenden, sind oft das Resultat. Aber auch der Marderfang während der Schonzeit wie in Nürnberg praktiziert, beraubt oft Jungtiere Ihrer Mutter. Diese müssen dann alleine gelassen grausam verhungern. Es gibt harmlosere Schutzmöglichkeiten. Der Tierschutzverein Noris e. V. berät hier gerne. Der Tierschutz ist in unserem Grundgesetz verankert und Staatsziel. Die meisten Menschen erfreuen sich über das Eichhörnchen im Park oder dem Igel im Garten und lehnen die Fallenstellung und den Fang von Kleintieren im Stadtgebiet prinzipiell ab. Ich bitte Sie den Willen der Bürger zu respektieren und zu veranlassen, dass die Fallenjagd im Nürnberger Stadtgebiet gänzlich eingestellt wird. Besten Dank.